Der Hauskauf in Wesertal durch den Landkreis Kassel hat in der Gemeinde und überregional für Aufsehen gesorgt. „Wesertal ist und bleibt bunt.“ erklärt Landrat Siebert (SPD). „Der Kauf ist eine unmissverständliche Botschaft, dass das Gebäude als ein Ort der Bildung und Begegnung für alle entwickelt werden solle und damit rechtsextremistischen Bestrebungen entzogen werde.“

Das Haus, das lange Zeit leer stand war bereits in den Fokus eines ortsansässigen Rechtsextremisten geraten, der in direkter Nachbarschaft versucht, einen rechten Treffpunkt zu etablieren.
Der Kauf des Hauses durch den Landkreis Kassel soll nun eine positive Entwicklung des Gebäudes ermöglichen. Dabei sind die Pläne des Landkreises noch nicht konkret. Zur möglichen und sinnvollen Nutzung beauftrage der Landkreis das „Mobile Beratungsteam gegen Rassismus und Rechtsextremismus – für demokratische Kultur in Hessen“ (MBT Hessen), Bürger und örtliche Experten dazu zu befragen. Das Ergebnis wurde während der Bürgerversammlung am vergangenen Freitag (09.12.) vorgestellt und traf bei den Anwesenden auf reges Interesse. Eine Nutzung für verschiedene Aktivitäten und Veranstaltungen, wie zum Beispiel Treffen von Vereinen, Gemeinschaftsprojekte und VHS Kurse ist denkbar. Auch soziale und kulturelle Veranstaltungen wären möglich, um das Zusammenleben in der Gemeinde zu fördern. Die Volkshochschule Region Kassel bekräftigte das Vorhaben.

Der Hauskauf hat gezeigt, dass die Gemeinde und der Landkreis Kassel bereit sind, gegen extremistische Tendenzen in der Region vorzugehen und für ein offenes und tolerantes Miteinander in der Gemeinde eintreten.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Nutzung des Hauses am Mühlenplatz 7 in Zukunft entwickeln wird. Eines ist jedoch sicher: Der Einsatz des Landkreises Kassel ist ein wichtiger Schritt für ein offenes und tolerantes Miteinander und ein Beitrag zur Stärkung des Zusammenlebens in der jungen Gemeinde.